
Schlitt: © Stefanie Wittich | Gomez: – | Schläger: © Jonas Boy
Festliche Werke von Georg Friedrich Händel
Samstag, 19. September 2026
Achtung: In dieser Saison schon um 19 Uhr!
Dreifaltigkeitskirche,
Roßmarkt 26, 36304 Alsfeld
DIE KÜNSTLER
Henrik Schlitt | Leitung
David Jakob Schläger | Tenor
Nerea Elizaga Gómez | Sopran
Alsfelder Konzertchor
Alsfelder Kammerorchester
VITA
Henrik Schlitt
wurde 1993 in Alsfeld geboren und erhielt dort seinen ersten Klavier-, Gesangs- und Orgelunterricht. 2013 begann er das Schulmusikstudium an der Musikhochschule der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Ab 2015 studierte er parallel dazu Kirchenmusik. Im Rahmen der beiden Studiengänge studierte er bei Gerhard Gnann und Daniel Beckmann (Orgelliteratur), Lutz Brenner (Orgelimprovisation), Ralf Otto (Chorleitung) und Wolfram Koloseus (Orchesterleitung).
Im Anschluss an den Bachelorabschluss Kirchenmusik, den er im Sommer 2019 erlangte, setzte er seine künstlerische Ausbildung in Form des Masterstudiums Kir-chenmusik an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt bei Carsten Wiebusch (Orgelliteratur), Stefan Viegelahn (Orgelimprovisation), Florian Lohmann (Chorleitung) und Uwe Sandner (Orchesterleitung) fort. 2021 schloss er sein Lehramtsstudium in Mainz ab und im Frühjahr 2022 das Masterstudium in Frankfurt. Während seiner Zeit in Mainz wurde er von einem Stipendium der VR Verbundbank unterstützt. Von 2020 bis 2022 wurde er als Stipendiat des Cusanuswerks gefördert.
In seiner Studienzeit war er Leiter verschiedener Chöre mit unterschiedlichen Stilrichtungen. Darüber hinaus sang er in verschiedenen vokalen Gruppierungen mit. Seit Sommer 2025 hat er die musikalische Leitung des Alsfelder Konzertchores und des Alsfelder Kammerorchesters inne. Seit dem Abschluss seines Lehramtsreferendariats im Januar 2024 ist Henrik Schlitt als Lehrkraft an der Melanchthon-Schule Steinatal mit den Fächern Musik und Geschichte tätig.
VITA
David Jakob Schläger
Der Tenor David Jakob Schläger (*2000 in Mainz) stammt aus einer Musikerfamilie, erhielt früh Klavier- und Gesangsunterricht und sang langjährig im Mainzer Domchor. 2025 schloss er sein Masterstudium bei Prof. Thomas Dewald an der HfM Mainz ab, wo er zuvor Opern- und Konzertgesang im Bachelor studiert hatte. Er ist Preisträger u. a. des Lionsclub-Musikwettbewerbs (2021), der Kneifel-Stiftung (2023) und Kulturförderpreisträger des Rotary-Clubs Mainz Churmeyntz (2022). Außerdem erhielt er das Deutschlandstipendium (2022) und Stipendien der Anni-Eisler Lehmann-Stiftung, der Fritz-Wunderlich Gesellschaft sowie des Richard Wagner-Verbands. Als Konzerttenor ist Schläger regelmäßig in Bachs Passionen, Mendelssohns Elias, Paulus und Lobgesang, Mozarts Requiem, Beethovens 9. Symphonie, Orffs Carmina Burana, Rossinis Petite Messe Solennelle und Verdis Requiem zu hören. Auftritte führten ihn u. a. in die Dome von Mainz, Limburg und Osnabrück, ins darmstadtium, die kING, aber auch zu Festivals wie dem Villa Musica Festival RheinVokal, dem Alte Musik Festival Knechtsteden, zum belgischen Festival Cydonia Barocca oder Alte Musik Aalen. Auch im Liedfach ist er aktiv: 2024 gastierte er mit der Pianistin Mengyao Guo und einem Schumann-Programm in China. Im Jahr 2026 gibt er neben weiteren Schumann-Liederabenden noch Brahms "Die schöne Magelone" und ein Hugo Wolf-Programm. Als Mitglied des Jungen Ensembles am Staatstheaters Mainz ist wirkt er u.a. als Monostatos (Die Zauberflöte), 1. brabantischer Edler (Lohengrin), Wallace Hartley (Titanic) und Oberpriester (Idomeneo) mit. Außerdem sang er den Tamino (Die Zauberflöte; Theater Rüsselsheim), die Hauptrollen in L’occasione fa il ladro” (Rossini), "Sanatorio Express" (Iiro Rantala) und “Der Vetter aus Dingsda” (Eduard Künneke) an der Kammeroper Frankfurt und die Rollen des Giove "Le Nozze d'Ercole e D'Ebe" (Gluck) und des Alindo in „La constanza vince l’inganno“ (Graupner) mit barocker Gestik und Inszenierung von Sigrid T'Hooft.
Er arbeitet regelmäßig mit Künstler*innen wie Florian Heyerick, Hermann Bäumer, Gabriel Venzago, Felix Koch, Claudia Eder, Wolfram Koloseus, Christian Rohrbach, Karsten Storck und Mathias Breitschaft zusammen. CD- und Rundfunkproduktionen bei WDR, SWR und HR dokumentieren seine Tätigkeit. Aktuell absolviert er das Konzertexamen bei Thomas Dewald an der HfM Mainz.
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Nerea Elizaga Gómez
Die in La Rioja geborene Sopranistin Nerea Elizaga Gomez begann ihre musikalische Ausbildung im Alter von 7 Jahren mit Violoncello-Unterricht. Diese führte sie nach ihrem Schulabschluss durch ein Studium am Conservatorio Superior de Música de Navarra (Pamplona) fort, gleichzeitig absolvierte sie ihre Ausbildung in klassischem Gesang am Conservatorio Profesional de Música de Pamplona. Nach Beendigung ihrer Studien in Spanien erhielt Nerea Elizaga Gomez 2016 einen Platz an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar in der Klasse von Elisabeth Scholl. Um weiter mit ihrer Professorin zu arbeiten, setzte sie dieses Studium an der Hochschule für Musik Mainz fort. Im Februar 2023 schloss sie ihr Masterstudium an der HfM Mainz mit Bestnote ab.
Als Sängerin wirkte sie in diversen Chören mit, wie zum Beispiel dem Orfeón Pamplonés und dem Joven Coro de la Comunidad de Madrid. Opernerfahrung sammelte sie als “Spirit” in Dido und Aeneas sowie in den Rollen der “Susanna” (Le nozze di Figaro), „Marquesita del Bierzo” (El Barberillo de Lavapiés) und Annio (La Clemenza di Tito). 2018 war sie bei der „Markus Passion“ (Leitung: Markus Stein) von A. G. Homilius in Hofheim am Taunus und bei der „Missa Salisburgensis“ im Rahmen des Rhein-Vokal-Festivals als Solistin besetzt. 2019 war sie Solistin des 14. Tehillim-Psalmen-Konzerts (Leitung: Bettina Strübel), im gleichen Jahr sang sie die Partie der „Witch of Endor“ in G.F. Händels „Saul“ unter der Leitung von Ralf Otto. Von 2019 bis 2021 war sie Stipendiatin des Deutschland Stipendiums. Beim 2. Heinz Frankenbach Preis 2020 wurde sie mit einem Förderpreis ausgezeichnet, und trat beim Abschlusskonzert „Concerti Sacri“ des Internationalen Musiktage Wörrstädter Land als Solistin an der Seite von Elisabeth Scholl und Gotthold Schwarz auf.
2022 war sie Mitglied der Balthasar Neumann Chorakademie. Am gleichen Jahr bekam sie das Neustartkultur Stipendium für ein Liederabendprogramm, welches sich zum Ziel gesetzt hat, dem deutschen Publikum die spanische Musikkultur durch Lieder für Gesang und Klavier mit Gedichten spanischer Dichter näher zu bringen hat. 2023 trat sie bei der „Petite Messe Solennelle“ in Mettlach (Leitung Markus Stein) und im „Elias“ in Kelkheim (Leitung Christian Meeßen) als Solistin auf.
2024 folgten u.a. Engagements in Saint-Saens „Oratorio de Nöel“ sowie in der Neukomposition „Samson“ im Stile einer französischen Barockoper von Anselm Breuer (Mainz).
Von 2021 bis 2023 war sie Teil des Jungen Ensembles des Staatstheater Mainz und seit 2020 des an der Uni Mainz gegründeten Gutenberg Soloists Vokalensembles, welches erstmals Telemanns gesamten französischen Kantatenjahrgang auf CD aufnimmt. Seit 2023 ist sie festes Mitglied des Opernchores des Theater Pforzheim.
Im Jahr 2025 trat sie erneut in Mendelssohns „Elias“ auf und gab zusammen mit dem Pianisten Germán Barrio diverse Konzerte mit dem Programm „Suspiros de Zarzuela“.
Alsfelder Konzertchor
1948 unter der Bezeichnung Alsfelder Singkreis entstanden, ist der Alsfelder Konzertchor seit vielen Jahren mit einem breiten Programm von geistlichem und weltlichem Liedgut durch anspruchsvolle Darbietungen zu einem Begriff über die Stadtgrenzen hinaus geworden. Die Mitglieder sind erfahrene Chorsänger*innen zwischen 14 und 70 Jahren, die sich einmal wöchentlich zum Proben treffen. Hinzu kommen in unregelmäßigen Abständen noch Wochenendproben.
Der Chor gestaltet jährlich mehrere Konzerte, unter anderem im Rahmen der Konzertreihe „Alsfeld Musik Art“, und arbeitet dabei regelmäßig mit dem Alsfelder Kammerorchester zusammen. Das Repertoire des Chores umfasst ebenso die großen Oratorien (z.B. Mozarts „Requiem“, Händels „Saul“ oder Bachs „Johannespassion“) wie auch anspruchsvolle a-cappella-Literatur aus fünf Jahrhunderten (Madrigale, Motetten, Spirituals und Popsongs). Nachdem der Chor 50 Jahre lang von Helmut Köhler geleitet worden war, lag die künstlerische Leitung des Chores ab 1999 in den Händen von Thomas Walter, der sie 2025 an Henrik Schlitt übergeben hat.
Alsfelder Kammerorchester
Wie der Alsfelder Singkreis wurde auch das Alsfelder Kammerorchester von Helmut Köhler gegründet und gehört seit vielen Jahren zu den Aushängeschildern im kulturellen Leben der Stadt Alsfeld. Nach der Gründung lag die Leitung des Orchesters nacheinander in den Händen von Thomas Walter, Dr. Jörg Abel und Volker Tost. In den letzten Jahren hat Thomas Walter die Konzerte des Orchesters durch eine gelungene Erweiterung des Repertoires und durch die Mischung aus klassischen und modernen Stücken zu einem echten Besuchermagneten gemacht. Sowohl für das Publikum als auch für die Mitspielenden, bieten die Konzertprogramme abwechslungsreiche und anspruchsvolle Zugänge zur Musik. Seit Frühjahr 2025 ist Henrik Schlitt der künstlerische Leiter des Kammerorchesters und führt diesen Ansatz fort.
Das Orchester ist ein reines Streichorchester und setzt sich aus Lehrkräften und Schüler*innen der Alsfelder Musikschule sowie aus engagierten und erfahrenen Instrumentalistinnen und Instrumentalisten zusammen. Für das aktuelle Konzert wurde es um die Holz- und Blechbläser sowie durch Pauken und Continuo-Instrumente erweitert.
Das Orchester arbeitet regelmäßig mit dem Alsfelder Konzertchor zusammen und gestaltet gemeinsame Konzerte, unter anderem im Rahmen der Konzertreihe „Alsfeld Musik Art“. Interessierte Streicher sind jederzeit willkommen. Als nächstes bereitet das Ensemble eine kleine Abendmusik im Advent vor.
PROGRAMM
Georg Friedrich Händel (1685 – 1759)
Zadok the priest HWV 258 / Coronation Anthem I (1727)
(Krönungs-Anthem/-Hymne I), Text nach dem 1. Buch der Könige
im so genannten Alten Testament
1. Zadok the priest (Zadok der Priester)
2. And all the people rejoiced (Und alles Volk jubelte)
3. God save the King (Gott segne den König)
Let thy hand be strengthened HWV 259 / Coronation Anthem II (1727)
(Krönungs-Anthem II), Text nach Psalm 89
1. (Lass Gerechtigkeit und Recht)
2. Alleluia Let thy hand be strengthened (Lass deine Hand gestärkt werden)
3. Let justice and judgement
The King shall rejoice HWV 260 / Coronation Anthem III (1727)
(Krönungs-Anthem III), Text nach Psalm 21
1. The King shall rejoice (Der König wird frohlocken)
2. Exceeding glad shall be (Übergroße Freude wird sein)
3. Glory and great worship (Ehre und große Verehrung)
4. Alleluia
Ode for St. Cecilia’s Day HWV 76 (1739)
(Ode / Hymne zum Gedenktag der Hl. Cäcilia)
Text nach „A song for St Cecilia’s Day“ von John Dryden aus dem Jahr 1687
1. Overture: Larghetto e staccato—allegro—minuet
2. Recitative (tenor): „From harmony, from heavenly harmony“
(Durch Harmonie, durch himmlische Harmonie)
3. Chorus: „From harmony, from heavenly harmony“
4. Aria (soprano): „What passion cannot music raise and quell!“
(Welche Leidenschaften Musik nicht alle zu wecken und zu bezwingen vermag)
5. Aria (tenor) and Chorus: „The trumpet's loud clangour“
(Der Trompete lauter Schall)
6. March (Marsch)
7. Aria (soprano): „The soft complaining flute“
(Die weich klagende Flöte)
8. Aria (tenor): „Sharp violins proclaim their jealous pangs“
(Scharfe Geigentöne künden eifersüchtigen Schmerz)
9. Aria (soprano): „But oh! What art can teach“
(Aber ach! Was Kunst uns lehren kann)
10. Aria (soprano): „Orpheus could lead the savage race“
(Orpheus konnte die wilde Rasse leiten)
11. Recitative (soprano): „But bright Cecilia raised the wonder higher“
(Aber die strahlende Cäcilie erhöhte das Wunder)
12. Grand Chorus with (soprano): „As from the power of sacred lays“
(Wie durch die Kraft heiliger Lieder)
